Gerade habe ich einen pubertären Cane Corso im Training mit fröhlichen 45kg, der alles anpöbelt, was sich komisch bewegt. Er findet übrigens, dass sich alle Menschen komisch bewegen. Auch wenn sie sich gar nicht bewegen. Und alle anderen Hunde auch. 😀 Nach dem Pöbeln dreht er sich erwartungsschwanger zu seiner Besitzerin um und hofft auf…: Futter. Als Bestätigung für sein tolles Verhalten!

Da wurde monatelang schön „positiv“ mit dem Hund gearbeitet und er wurde die ganze Zeit in seinem Verhalten verstärkt. Toll gemacht. Nicht. Die Besitzerin meldete sich bei mir, nachdem der Verdacht auf einen Kreuzbandriss bei ihrem Mann bestand, weil der Hund in der Hundeschule andere Hunde angepöbelt hat und er ihn nicht mehr halten konnte.

Ich gebe meinen Hunden auch mal Kekse, aber eher weil ich sie mag und nicht, weil sie irgendwas getan haben. Ich belohne viel lieber mit einem netten Wort, einem Streicheln, in dem ich mal witzig mit meinen Hunden bin oder ich lasse sie als Belohnung einfach das machen, was sie gerne tun. Freilaufen, schnüffeln, Hasenköddel essen…Hundesachen eben.

Im oben beschriebenen Fall, der kein Einzelfall ist, wurde wirklich kontraproduktiv gekekst! Deswegen: Wenn du deinen Hund belohnst, dann guck genau hin, was für ein Verhalten du da eigentlich gerade bestätigst. Ganz konkret gucke ich immer danach, in welcher Stimmung mein Hund ist. Nur weil er den anderen Hund gerade nicht anknurrt, kann er trotzdem in Krawallstimmung sein. Das zu bestätigen, kann fatal sein…deswegen: Schau im Hundetraining und auch in deinem Alltag genau hin und prüfe, welches Verhalten du eigentlich gerade bestätigst…

 

 

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