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Ich wünsche mir eine Welt, in der die Menschen wieder mehr Bauchgefühl haben. Für Hunde und auch sonst so.

Ich wünsche mir eine Welt, in der Hunde nicht als Fellnase oder allein mit dem Prädikat „süß“ abgestempelt werden.

Ich wünsche mir eine Welt, in der Hunde ernst genommen werden, als das, was sie sind: Hochsoziale Wesen mit Charakter und eigenen Ideen. Und mit Zähnen.

Eine Welt, in der genau geguckt wird, was man aus dem Ausland „rettet“.

Als Hundetrainerin erlebe ich viel…zum Beispiel hat mich das Schicksal einer Hündin aus Rumänien, die NEBEN der Smeura, dem weltgrößten Tierheim oder besser Tierlager gelebt hat, sehr berührt und zutiefst traurig gemacht. Die Hündin hatte ein freies und damit aus meiner Perspektive ziemlich gutes Leben. Sie sprang zu den Fütterungszeiten über den Zaun ins Tierheim, fraß, um dann wieder zurück in ihre Freiheit zu springen. Dann kamen Tierschützer, die die Hündin retten wollten. Sie fingen sie ein, verfrachteten sie vermutlich in eine enge Box in einen Transporter, und brachten sie so in über 18 Stunden in ein Tierheim in der Nähe. Als ich dort zu Besuch war, lebte sie auf ca. 5 qm in einem komplett verfliesten langen Hundetrakt. Bzw. nein, eigentlich lebte sie dauerhaft nur auf ca. 1qm, weil sie sich nicht aus ihrer Box traute. In den Außenzwinger konnte sie auch nicht gelassen werden, weil sie sich die Pfoten blutig kratzte, während des ständigen Versuches, zu fliehen. Und die Verantwortlichen nennen sich Tierschützer… Am liebsten hätte ich die Hündin eigenhändig zurück in ihr Paradies gebracht.

Das ist definitiv ein Extremfall. Trotzdem erlebe ich es häufig, dass Hunde aus dem Ausland gar nicht bis wenig fachlich eingeschätzt werden, weil leider einfach die Kompetenzen fehlen. Das führt dann wiederum häufig zu Problemen im neuen Zuhause!

Wenn du Interesse an einem Hund aus dem Auslandstierschutz hast, empfehle ich dir:

Den Verein genau unter die Lupe zu nehmen! Wenn auf dessen Homepage mit emotionaler Manipulation gearbeitet wird, halte Abstand. Dazu zählt vor allem, die schrecklichen Schicksale der Hunde hervorzuheben und so an dein Mitgefühl zu appellieren. Ein weiterer Hinweis ist, dass gefühlt alle Hunde des Vereins lieb und nett sind. Das ist keine objektive Einschätzung des Charakters eines Lebewesens. Und spiegelt auch nicht das Verhalten wider, was die meisten Hunde an den Tag legen. Ich würde mir den Hund meines Interesses immer live angucken wollen und finde es seriös, wenn Vereine mit (kompetenten) Pflegestellen zusammenarbeiten.

Ich bin absolut pro (Auslands)ierschutz – aber nur, wenn er seriös und nachhaltig gehandhabt wird.

Nicht zu vergessen ist, dass der Import von Hunden Geld bringt und damit von Vermehrern auch Geld gemacht wird.

Wenn du dir unsicher bist, ob ein Hund aus dem Ausland das Richtige für dich ist, kannst du auch gerne einen Hund aus einem kompetenten deutschen Tierheim übernehmen (die sind nämlich auch oft voll) und stattdessen mit an der Wurzel des Problems anpacken: Zum Beispiel in dem du die Hilfs- und Tierschutzorganisation Equiwent unterstützt, die ganz ganz wertvolle Arbeit leisten.

Hast du Lust auf mehr wertvollen Input zum Thema Beziehung und Erziehung?

Dann hol dir gerne mein kostenloses Mini-Ebook, in dem du dich ganz einfach unten in meinen Newsletter einträgst. 🙂