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Hundeerziehung/training (ich nutze das mal synonym) ist manchmal nervig, frustrierend und anstrengend. Mal hast du keine Lust und bist du selbst nicht in der Stimmung, mal passen die Rahmenbedingungen einfach nicht, vielleicht ist dein Hund heute auch super anstrengend. Business as usual bis hierhin.

Das ist ein Stück weit normal. Aber vor allem gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie du dir das Hundetraining trotzdem so einfach wie möglich machen kannst:

1. Erkenne, wann du nicht in deiner Mitte bist und manage deinen Hund dann, statt zu trainieren.

Beispiel: Du hast irgendwie blöd geschlafen und Nackenschmerzen, dann hast du morgens schon deinen kompletten Kaffee über deine Tastatur gekippt, kommst deswegen mal wieder zu spät zur Arbeit und dein Hund hat auch noch nachts in die Wohnung gekackt. Wenn all das deine Laune verdorben hat, dann ist das kein guter Zeitpunkt, um achtsam und fair mit deinem Hund zu kommunizieren – vor allem, wenn es um Konflikte geht. Vermeide Konflikte und manage (sie) lieber, wenn du in einer solchen Stimmung bist. Mach einfach eine Leine dran, wenn der Rückruf noch nicht sitzt, oder wenn dein Hund immer den Besuch anspringt, obwohl er das nicht soll. Such dir entspannte Wege für den Spaziergang und lass deinen Hund zu Hause, wenn du zu Freunden fährst und das immer etwas stressig ist.

2. Verlange nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig von deinem Hund!

Die Basis für Impulskontrolle, Kooperation und Ruhe können Hunde wunderbar zu Hause in einem geschützten Rahmen lernen – in dem nicht plötzlich der Erzfeind deines Hundes vor euch steht. Sei achtsam für die vielen kleinen Situationen und Konflikte zu Hause und fang dort im Kleinen an zu trainieren. Steigere dann nach und nach die Ablenkung. Wenn die Ablenkung zu groß ist, dann siehe Punkt 1.

3. Nimm dir die Zeit, um einzuschätzen, wann eine Trainingssituation sinnvoll ist und wann vielleicht nicht. Falls sie sinnvoll ist (= dein Hund kann etwas sinnvolles lernen), dann überlege dir vorher strategisch, wir du die Situation am besten gestaltest. Ändere nach Möglichkeit die Rahmenbedingungen.

Beispiel: Mein Terrier mag es manchmal mit recht wenig Vorankündigung Menschen zu attackieren. Ich nehme ihn gerne mit, wenn ich Freunde besuche, um genau an der Thematik zu arbeiten. Wenn ich dort ankomme, checke ich im ersten Schritt, an welchem Sitzplatz mein Hund am strategisch günstigsten neben mir liegt – nämlich so, dass er nicht zentral, sondern etwas abseits liegt. Nicht im Weg, nicht unter dem Tisch, mit etwas Abstand zu anderen Menschen, so, dass er sich räumlich möglichst wenig verantwortlich fühlt. Genau den Sitzplatz nehme ich mir dann auch oder frage danach. Sprechen hilft und bisher bin ich dahingehend immer auf viel Verständnis gestoßen.

Anderes Beispiel: Wenn du gerade daran trainierst, dass dein Hund bei Besuchern ruhig bleibt, dann mach einen Zettel an deine Wohnungstür, dass es ein paar Minuten dauern kann, bis du zur Tür kommst. So wissen alle Bescheid und du kannst dich in der Situation entspannt um deinen Hund kümmern.

Und nein, man kann nicht alles planen und organisieren. Vieles aber schon. 🙂

Bist du schon strategisch unterwegs oder fühlst du dich oft überfordert und überrascht?

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